Meine Erlebnisse im Dschungel

Peru-Reise 2018

Keine Reise sondern Gedanken die kommen !

Mein Glaube

Schon lange klopfe ich an deine Tür, die Fenster vergittert und die Tür verriegelt. Sag, bist du verreist, frage ich ganz dreist. GLAUBE steht an deinem Schild an deiner Tür. Meinst du mich mit diesem Wort, frage ich mich? Woran soll ich glauben, welch eine Frage? Ich setzte mich auf deine Veranda in deine Schaukel und beginne zu träumen. Ich frage mich, wer du wohl bist ?

 

Bist du männlich oder weiblich oder gar beides?                                  

Bist du Licht oder Schatten oder gar beides?                                                                                                         

Bist du jung oder so alt wie ich? 

Wie klingt deine Stimme, wenn du zu mir sprichst?   

Woran soll ich glauben?

Und warum?

 

Warum öffnest du mir nicht deine Tür, bin ich deiner nicht würdig? Ja, jetzt weiß ich, du bist nur ein Gefühl! Hab ich mich in etwas verrannt? Der Wind bläst mir Blüten in mein Gesicht, ganz zart beginne ich zu fühlen. Ja, ich lade dich ein, in meinem Tempel (Körper) mit mir zu wohnen, gemeinsam zu leben, lehre mich zu GLAUBEN  in allen Facetten des Lebens, und darüber hinaus, und werde du mein Lehrer. Ich versinke in meinen Gedanken. Was wird anders wenn ich GLAUBE !  Gib dich hin und lass es geschehen, so spricht der GLAUBE.

Da jetzt höre ich endlich deine Stimme ganz leise: “ Ich bin doch ganz nah und seit Anbeginn bei dir, nie hab ich dich verlassen und bleibe ewiglich “ !

 

Ayahuasca der Beginn - von allem was IST

Acht Jahre sind seitdem vergangen, als ich das erste Mal in den Dschungel ging. Inzwischen war ich acht Mal dort und gesamt davon 8 Monate. In den letzten Jahren habe ich ungefähr an 150 rituellen Ayahuasca Sitzungen teilgenommen. Auf der persönlichen Ebene glaube ich, auf dem langen und schwierigen Weg der Selbsterkenntnis (etwas) weitergekommen zu sein. Meine Kindheit aufgearbeitet zu haben, um die Vergangenheit  abzuschließen. Ich halte die Wirkung von Ayahuasca für die einer beschleunigten Psychoanalyse. Sie hat mir geholfen meine frühkindlichen Traumata  aufzuarbeiten und mein späteres Leben zu verstehen. Die Einnahme des Gebräus erfolgte immer innerhalb eines rituellen geschützten und geweihten Raumes wie dem Tempel von Otorongo mit Dr. Himmelbauer oder des jeweiligen Schamanen oder Ayahuascero.  Außerdem gibt es noch andere Elemente, die  Arbeit mit sich selbst oder des Lernenden. Diäten: zeitweises Verbot einiger Nahrungsmittel, sexuelle Enthaltsamkeit,  Zeiten der Isolation im Dschungel, Einnahme reinigender Pflanzen zum  Entgiften, Schweigegebot usw. All dies ist auch ein Teil der Vorbereitung, die der Curandero/a an sich selbst durchführt, um heilen zu können, aber gleichzeitig heilen wir uns selbst. Der Schamane nutzt seine körperliche Energie als hauptsächliches Element der Heilung. Aus diesem Grund muss er seinen Körper pflegen und gesund sein, um heilen zu können. Um all dies zu verstehen, muss man es von innen heraus erleben, wir überschreiten unser gewöhnliches Leben von Raum und Zeit, und sind bereit  zu akzeptieren, dass es in dieser magischen Welt ein lebendiges Wissen gibt das uns zugänglich ist. Die Heilkunst des peruanischen Urwalds enthält noch viele geheimnisvolle Botschaften für mich. Mein Weg in diese geheimnisvolle Welt begann ja erst 2010,  also erst vor Kurzem, deshalb weiß ich noch wenig darüber, wohin mich diese Kraftmedizin letztendlich führt oder was sie mich lehren möchte, ist auch noch unbekannt. Es gibt Dinge, die mit Worten nicht erklärbar sind, wie die Düfte, Geräusche, Farben und die Magie. Wenn der Schmetterling mir ins Ohr flüstert und meine Lippen küsst. Oder der Kolibri mir den Morgengruß bringt, wenn er in der aufgehenden Sonne  seine Runden um meine Casa zieht. Wenn die Eule des Nachts geheimnisvoll ruft und der Jaguar in der Vollmondnacht zu fauchen beginnt, oder der Waldgeist durch Otorongo stiefelt und an den Wänden rüttelt. Ich wohne zeitweilig in Otorongo, wo mir Dr. Himmelbauer westlich am Rande seiner Heileremitage einen Dschungeldurchlässigen  Minitempel  gebaut hat und ich in der Hängematte träumend in den Dschungel sehen kann. Empfindungen die nicht in Worte zu kleiden sind. Dies alles muss selbst gelebt und erlebt werden um es zu verstehen. Ich sehe, dass mich heute die magische Acht (8)  begleitet. “ Die Unendlichkeit  “

                                                                                                                                                        22. November - 29. Dezember 2017

 

Peru-Reise 2017

Machu Picchu und Otorongo

 

Peru-Reise 2016

Otorongo und Machu Picchu folgt

Peru-Reise 2015

Reise zu den Quero´s und Otorongo            31. Jänner -13. März 2015

 

Das Omen

Ich fliege mit einer Gruppe von 3 Leuten nach Peru / Otorongo. 3 Personen sind schon anwesend. Ich freue mich darauf es wird eine tolle erfahrungsreiche Zeit so denke ich, aber es kommt alles anders. Im Dschungel angekommen beziehen wir unsere Zimmer. Am Abend Vorstellung. Am nächsten frühen Morgen wird Oje, eine Medizin zur Darmspülung eingenommen, danach in das Bett. Den Dr. Oje erneuert die Zellen und du beginnst von innen zu strahlen. Ich beginne zu träumen. Eine Schlange liegt in meinem Bett, sie legt den Kopf auf mein Knie. Vor der Tür poltert eine Riesenschlange eingerollt davon. Ich steige aus dem Bett und im Zimmer wimmelt es von Schlangen, steige vorsichtig darüber und gehe aus der Tür davon. Wolfgang seine Mutter wurde heute begraben  und deshalb machen wir heute ihr zu Ehren eine Zeremonie. Es ist eine stille Meditation ohne singen. Es sind schwierige Tage weil wir eine Frau mithaben die einen ausgeprägten Narzissmus verfallen ist und demnach auch ihre Handlungen ausfallen und noch mehr. Das miteinander zu den anderen sehr schwierig ist, aber zum Streiten hat sie mich erwählt. Die Frau bringt mich zur Weißglut den sie läuft fast nackt herum und beim Essen sehe ich ihr zwischen die Beine. Ich spreche das an und daraus entsteht natürlich ein Streit hoch drei. Sie beginnt uns alle überfallsmäßig zu beschimpfen. Das Bühnenbild ist unser „ runder Tisch „ Sie nimmt an keiner Zeremonie mehr teil an den folgenden Tagen. So vergehen die Tage. Heute Abend es ist der 22.12. sitze ich im Bett  und lese, es ist 20.45h da quietscht das Tor, ich höre gestiefle die sich entfernen, das Tor ist ja längst mit einer Eisenkette zugemacht denk ich. Draußen sind seltsame Geräusche immer wieder zu hören. Um 21h drehe ich die Lampe aus. Es setzt massiver Regen ein, dann  fällt mit Getöse ein Baum um, er legt sich schlafen meist in der Nacht. Endlich nachlassen des Regens, ich döse ein. Ich werde wach, das Tor geht auf die Ketten rasseln es quietscht und Stiefel gehen wieder. Sie kommen wieder zurück, das Tor wieder verhängt. Dann fällt was gegen meine Wand, es ist 23.15h und döse wieder  ein. Um 2.15 geht’s wieder los, Türen werden auf und zugeschlagen gegen die Wand gehämmert, der Regen setzt wieder ein doch er lässt mich in den Schlaf sinken. Das Tor quietscht in der Morgendämmerung, der Hahn kräht es wird hell. Was für eine Nacht. In der Runde erzähle ich von meiner Nacht und Wolfgang sagt:  Der Chuchuaki zieht einem den letzten Nerv, er stellt mich auf die Probe.

Heute ist der 24.12. 2015 Weihnachten

Heute ist Zeremonie, Andrea und Jürgen haben heute Hochzeitstag. Wir sind zu sechst den die anderen 5 Gäste sind bereits abgereist. Still und meditativ verbringen wir die Nacht. Nochmal Besprechung der vergangenen Tage. Die verstörte Frau hat alle durcheinandergebracht, die Küchenfrauen, unter den Männer Zwietracht gesät, sie hat sich über alles hinweggesetzt, die Regeln des Dorfes, sie habe Wolfgangs Loalidät überprüft, sie hat alle vereinnahmt und sie konnte alle manipulieren uvm,...

Wir gehen heute nach Thamshiyacu  weil meine Freunde aus D nach Hause fahren. Ich bleibe noch bis 12.1. Der Abschied ist traurig wir hatten eine schöne Zeit. Hier im Dorf ist alles sehr laut und nach den Wochen im Dschungel besonders, ich bin sehr hellhörig. Heute ist Silvester der 31.12. Draußen wird gefeiert. Wolfgang kommt vom Einkaufen und erzählt ich hätte heute Nacht geschrien, er wollte nachsehen aber die Hunde lagen vor seiner Tür. Ich habe Albträume ganz klar meint er und sagt ich werde wohl eines Tages von Außerirdischen entführt. Die Leute feiern auf der Straße und ich gehe trotz alledem um 22h zu Bett.

 

01.01.2016   Das Omen

 

Ich stehe früh auf und Dusche. Ziehe mich an und will aus dem Zimmer doch etwas lenkt meine Augen auf den Fußboden und erfordert meine größte Aufmerksamkeit. Da steht eine große braune Tarantel auf den Hinterbeinen zum Sprung bereit die Vorderbeine mit den Krallen angewinkelt, ich bin kaum fähig zu schreien, Dona Eugenia kommt mir zu Hilfe. Ich bin geschockt meine erste Begegnung im Neuen Jahr um 7.30h mit einer hochgiftigen Tarantel. Wolfgang kommt und fragt mich: „ was ist los mit dir, du bist grün im Gesicht ? ich erzähle: " Da war eine hochgiftige Tarantel vor meiner Tür. “ Sie wurde dir geschickt, das heißt von einem Mensch geschickt, das heißt du hast Feinde, aufpassen, jemand wünscht dir was böses. Das Böse kommt immer dann wenn man gar nicht damit rechnet. Das war ein Omen für das ganze Jahr, Vorsicht vor allem was sich unten bewegt. Ich denke nach, kann es wirklich sein das jemand diesen Wunsch hegt und diese Macht besitz böses zu schicken? Klar doch!  Im Haus bin ich sicher und draußen hab ich Helfer! so wie hier im Haus Dona Eugenia. Ich habe einen Nervenzusammenbruch mit Übelkeit, geh ins Bett sagt Wolfgang. Am nächsten Morgen sagt Wolfgang das war eine Prüfung sie wurde mir geschickt. Ich  gehe wieder zu Bett aber Ruhe finden ist nicht möglich. Der Stress der 3 Wochen in Otorongo und hier die Tarantel und Lärm, zeigt uns, dass unser Leben eine Lüge ist. Am nächsten Tag sagt Wolfgang er bringt mich nach Otorongo, den nur dort finde ich Ruhe und kann mich erholen. Der Dschungel hilft mir dabei und die Madre tut ihr übriges. So verbringe ich die letzten Tage in meinem geliebten Dschungel. Ausruhen in der Hängematte, die Vögel singen und plappern und ich werde verwöhnt, bin ja alleine da. Die Tiere sind bei mir ganz nahe, der Kolibri, Schmetterlinge, Falter, Glühwürmchen, das Käuzchen des Nachts, die meinen Namen ruft  mit Tierbegegnungen bin ich ja gesegnet.  Heute ist die letzte Zeremonie mit Medardo ein Schamane aus dem Dorf, ein unkomplizierter und einfacher Mensch. Mir ist heute sehr Übel, aber Medardo kommt zu mir, er wäscht mir mein Gesicht mit Agua Florida, beginnt zu wedeln mit dem Palm, er singt leise ein Heillied nur für mich. Ich beginne blau strahlend zu sehen. Er bläst mich mit Mapacho ab, es ist Segen und Schutz zugleich. Ich habe vorher von der Madre um ein Zeichen gebeten wegen dem Streit? Langsam geht die Zeremonie zu Ende und ich gehe in meine Casa. Die Nacht ist sternenklar, mühsam krieche ich in mein Bett, die Stille umfängt mich und nimmt mich in ihren Arm! Da wird alles wunderbar strahlend blau, es entsteht ein strahlender goldener Stab mit einem Dreieck oben darauf, die Strahlen einer kurz der nächste lang, innen steht IHS – Jesus. Ich bin bei dir, an allen Tagen deines Lebens.

Danke für diese wundersame herzerfüllende Begegnung                                                     4.Dezember 2015 - 13. Jänner2016

 

Peru-Reise 2014

Text Otorongo und Machu Picchu

 alleine 21. 01.-21. 03.2014

Peru-Reise 2013

Der Weg in´s Licht

 

Die Zauberin

Die Zauberin begleitet dich schon auf dem magischen Pfad durch den dunklen Wald hin zur Hütte der Crone. Die Alte sie sagt: " Halte an, wenn du Ruhe brauchst, verbinde dich mit dem was dich nährt und wenn Du wieder Kraft hast, dann schwing dich auf das wilde Pferd ( Besen ) und reite die energetischen Wellen deiner Kraft. Und nicht nur das; sie ruft dir hinter her: „…und wirbelt deinen Zauberstab kräftig umher!“

Der Zauberstab der Magierin steht für mich, für Kreativität und im Wissen mich zu verbinden mit allem was ist. Ich will ehrlich sein, bei mir stand er jahrelang in der Besenkammer bzw. lag er im Dschungel. Verstaubt und vergessen wurde ich zur wildgewordenen Pantherin in der Phase der Zauberin ( Hexe ). Mein Lehrmeister und Nagual erinnerte mich 2010 an sie, sie als meine Lehr -Meisterin anzunehmen, ich habe verstanden und gespürt : dynamische Energien wollten kanalisiert werden. Anstatt mein Umfeld mit meinen Dramen zu belasten, ziehe ich mich jederzeit in den tiefen amazonischen Dschungel zurück und heule wie eine Wölfin nach traditioneller nächtlicher Medizin Einnahme der Mondin entgegen, bis ich erschöpft in den Schlaf sinke.

Der Rückzug ist etwas, was wir modernen Frauen uns fast nicht mehr genehmigen. Erst wenn es zu spät ist und nichts mehr geht. Aber wir können es wieder lernen. Der Weg ist nicht einfach und manchmal kommt die Sehnsucht nach einem stressfreien und harmonischen Leben zurück. Aber sind wir einmal auf dem Weg zu mehr Selbstannahme und Wertschätzung, öffnen sich viele Türen. Die Umarmung (Annahme) der Zauberin oder Hexe in uns, ist ein wichtiger Meilenstein auf diesem manchmal anstrengenden langen Weg. Denn eines sei gewiss geschenkt wird dir nichts!

Und das Schönste ist: sie hat niemals genug von dir und mir…
Wir begegnen uns immer wieder neu, jeden Monat bei Vollmond.

Die Eule die in besonders magischen Nächten in den Zeremonien meinen Namen ruft bis ich in der Casa bin und die Tür verriegelt ist, sie dann verstummt, repräsentiert dabei für mich, die Tür zur Welt der Magie.

Wenn ich spüre, dass die Zauberin ihre Energien entfalten will hilft es, in dieser Phase mich bewusst in den magischen Dschungel, in meine Casa die am Waldesrand steht einzutauchen und zurückzuziehen . An eigene magische erlebte Geschichten zu denken und sie auch zu erzählen sofern dies erwünscht ist. Ich verbinde mich bei Vollmond mit Luna, Großmutter Mondin und versinke auf Wegen die nicht von dieser Welt.

                                                                                                                                                                           31. Jänner -13. März 2015

 

 

 

Peru-Reise 2012

Wenn innere Bilder Wahrheit werden.

Erinnere dich !

Hörst du das Flüstern deiner Stimme in dir? Vernimmst du das Raunen im Ohr ? Hörst leise deinen Herzschlag, der von deinem Atem beflügelt dein Leben dir schenkt, leise und zart sowie des Schmetterlings Flügel, zerbrechlich und fein.

Dein Traum entführt dich in eine vergangene Welt. Nebelschwaden ziehen über das Land, hoch oben schwebt er dahin. Durch die Nebelwand schimmert eine Stadt als wäre sie von Überirdischen Wesen aus großen Steinen gebaut. Es fügen sich riesige Blöcke eckig und schwer zu einer Wand und dann zu dieser riesigen Stadt. Die Anden sehe ich ringsumher.

Da liege ich nun auf einer grünen Wiese, ein großer Baum steht hier auf diesem Platz mitten in dieser Wiese. Warum liege ich hier, was wird hier wohl mit mir geschehen ? Machu Picchu flüstert es in meinem Ohr, so wird es genannt.

Da kommt auf mich zu ein edler Mann, dunkel die Haut mit weißen Lendenschurz bekleidet, ein goldener Gürtel um seine Hüften geschwungen. Auf seinem schwarzen Haar trägt er seine edle Krone. Der Umhang aus Pfauenfedern um seine Schultern gelegt. Ein edler verzierter goldener Stab in seiner rechten Hand, so tritt er mit seinem Gefolge auf mich zu. Ich liege hier ganz starr, was kommt auf mich zu.

Eine Einweihung sei die Folge und der Ruf nach Peru so hat er es laut zu mir gesprochen.

Komm mit mir   “ERINNERE DICH “ sprach dieses göttliche Wesen. Eine Frage entringt sich aus meinem Herzen ganz still . “ Wer bist du " ? Sonnengott INTI der ich bin. Er hebt mich hoch zu sich und nimmt mich an der Hand, so gehen wir die großen Stufen empor, vor mir das riesige Tor, durch das Fenster die strahlende Sonne uns erfasst. Ich schließe meine Augen, er spricht zu mir: „Hörst du den Gesang deiner Seele? Heilung soll geschehen in dir, deshalb bist du hier!"

In diese wunderbaren Meditation 2006 hörte und sah ich in Bildern den Ruf nach Peru zum ersten mal. Es sollten noch viel folgen, bis ich endlich im März 2010 diesen Ruf folgen konnte. Danke meiner Seele.

Peru-Reise 2011

Zeit der Erinnerung 2

Erinnerungen sind wie Wolken, leicht und fröhlich, jedoch auch schwer und tränenreich. Meine dritte Reise im Juli 2011 mit 3 Freunde, Heidi, Christine und Günther, 14 Tage nach Otorongo in meinen geliebten Dschungel, der mich täglich ruft. Es war schwer sich von zu Hause zu lösen. Die Mutter starb am 1. Mai, alles musste noch geregelt werden, Begräbnis, Notar, das Haus ausräumen in dem ich meine Kindheit verbrachte. Nebenbei die schwere Krankheit meines Mannes. Viele Emotionen und Tränen des Nachts, mein Geburtshaus, Kindheit und Jugendzeit alles löst sich auf, wie Nebel im Wind. Aber wie von Geisterhand schaffte ich das, wie wenn Hände durch mich durchgreifen. Ich fühlte mich getragen, schwerelos. Abflug am 7. Juli in ein neues Abenteuer. 3 Gäste waren schon vor Ort Jürgen mit MS ( er sollte laut Ärzte in Deutschland danach als geheilt gelten ) Trude eine alte Dame auch MS ( sie geht ohne Rollator nach Hause ) und ihre Tochter Conni. Die nächsten Tage die schon bekannten Einnahmen der Medizinen Oje, Mapacho, Szinga, Blumenbäder für die Seele. Ein paar Tage später gehen wir zu Don Agustin, ich werde getragen weil ich etwas gehbehindert bin. Nach dem kennenlernen am Abend die erste Zeremonie. Ein halbes Glas Ayahuasca, ich trinke und wie immer bahnt sich die Medizin ihren Weg, sie schleicht sich an, wo will sie hin ? was will sie ? und Don Agustin meinte noch, alle Frauen sollten sich später noch ein Mal anstellen und nach trinken, was wir später auch tun. " Oh mein Gott wie fürchterlich " das ist mein Dauerspruch! Draußen Weltuntergangsstimmung ein Blitz schlägt in der Nähe ein und Donner als würden die Engel im Himmel kegeln . In diesem Getöse erscheint mir eine wunderschöne Dame im hellen blauen Kleid, Licht umgrenzt von einer Gold leuchtenden Aura, sie trägt einen bodenlangen Schleier der von Mädchen getragen wird. Bildwechsel einer Verbrennung, ein Mann liegt nackt auf einer Bahre, nur mit Lendenschurz bedeckt und am ganzen Körper bemalt mit Zeichen. Die Bahre mit gelben Blumen ( Tagetis ) umgrenzt das in Indien so üblich ist. So schnell kann ich kaum folgen und ich bitte die Mutter um einen neuen Film, zeig mir Elfen und Feen. Schon maschieren Kobolde vor mich hin, ihre Fahnen sind Blätter auf langen Stielen, ich möchte jetzt in den Feen Wald sag ich. Wir gehen los. Vor mir ein Gitter und ein dunkler Schatten, ich komm da nicht weiter. Marlene steht plötzlich vor mir sie hat das wohl gemerkt und will mir etwas in den Mund schieben, sie stopft es mir geradezu rein, ich spüre Zucker auf den Lippen und es ist Ingwer. Sie kichert und wir Frauen müssen ebenfalls kichern und los geht der Zirkus mit Musik, Agustin tanzt mit seiner Mundharmonika. Die Zeremonie ist zu Ende und ich lege mich hin. An Schlaf ist nicht zu denken, meine Matratze ist dünn und Bewohner dürften auch da drinnen hausen, sie mögen wohl nicht ihren Schlafplatz mit mir teilen, denn es juckt und brennt am ganzen Körper, sie haben mir den Kampf angesagt. Draußen schlurft jemand im Regen um das Haus. Dann spüre ich einen großen Schmerz in meinem Herzen, ich spüre das tief in der Erde sich etwas bewegt, es reißt und schreit, es tut furchtbar weh, Todeskampf. Es lösen sich die Wurzeln eines Baumes aus der Erde, er legt sich hin für den immerwährenden Schlaf, er stirbt und das meist in der Nacht. Es gab Unwetter die ganze Nacht und deshalb ist auch unser Nachhauseweg überschwemmt. Doch zuvor Frühstück und unser Gespräch. Don Agustin sagt: " er sah meinen Mann als er Günther operierte, mit 5 kg warmer Asche eingerieben und er würde in mit Pfeilgift behandeln. Ein Ehegelöbnis bedeutet, bis in den Tod. Er sah die Todeskrankheit. Ein Arbeiter kommt und bringt einen schwarzen Skorpion. Meine Gänse beginnen über meinem Körper zu laufen. Die Haare stehen mir zu Berge und ich denke ich bin der Moritz aus Wilhelm Busch. Leider wird dem Skorpion der Stachel entfernt. Don Agustin reicht ihm im Kreis herum. Dr. Himmelbauer setzt den Skorpion mal gleich auf sein glattes Oberhaupt ggg... und er lächelt noch dabei, ich habe noch nie so weiche Züge an ihm gesehen. Dann komm ich, Mut mit Augenzwinkern nur nichts anmerken lassen. Ich habe ihn am Arm und bin stolz auf mich, so eine Möglichkeit gibt es nicht noch ein Mal. Zum Abschied schenkt mir Hexe Marlene ihre Kopfbedeckung das bestickte Käppchen sie trug es in der Zeremonie. So gingen wir am Nachmittag nach Hause. Herr Himmelbauer borgte mir seine 7 Meilen - Riesenstiefel, alles stand noch unter Wasser, er ging barfuß. Am Abend die nächste Zeremonie mit Hr. Himmelbauer, wir stehen im Kreis und heben die Becher wir trinken gemeinsam. Ich sitze neben ihm um meine Angst besser im Griff zu haben. Kerzen werde ausgemacht. Er beginnt zu singen, manches Mal sehr gewöhnungsbedürftig aber es hat was, wenn er still ist vermisse ich seinen Gesang ? Ich rechne es ihm hoch an wenn er seinen vollen Becher lehrt, er nimmt sich nicht heraus aus der Gruppe, wo ein anderer Schamane nur riecht daran um nicht in andere Welten zu versinken. Aber dann legt Dr. Himmelbauer los, er schreit und kotzt sich die Seele aus dem Leib „ Gott wie fürchterlich „ sagt er immerzu und geht zu Boden auf allen vieren. Ich sehe im Schatten der Nacht in völliger Dunkelheit eine geschmeidige Katze auf allen vieren, lauernd und zum Sprung bereit. Bei dieser Verwandlung sehe ich zu und ich bin platt, sehe ich wirklich was ich sehe oder ist es eine Einbildung ? Nein ! Langsam zieht sich die Medizin zurück. Wolfgang streckt sich als drücke er seine Knochen zurecht. Kerzerl an - STILLE . Draußen ruft das Käuzchen, pure Magie, in meinem innersten weiß ich wenn ich im Haus bin und die Decke über mir sodann ist es still. Im Dunkel der Nacht gehe ich in meine Casa . Das Käuzchen still. Am Vormittag die Besprechung wo ich erkläre das ich riesenangst habe vor der Medizin. Himmelbauer sagt ich habe Angst über die Schwelle zu gehen, weil ich schon vorher weiß was passieren wird. Die letzte Zeremonie fand mit Don Luis statt. Bei seiner Ayahuasca Medizin muss man sich festhalten den die kippen mich schon aus den Latschen nur wenn ich ihm zuschaue beim ein schenken. Ok, Augen zu und durch obwohl ich weiß still schweigen kann ich nicht. Jemand erbricht und es ist ein riesiger Drachenfuß mit langen fürchterlichen Krallen und wieder sage ich meinen Spruch : " jetzt sitz ich schon wieder da, warum tu ich mir das an "? Dann stehe ich vor einem riesigen alten geschnitzten Holztor mit einer Totenmaske in Augenhöhe, eingerahmt mit Feuerzungen, Stacheln und Dornen. Ein Bettlerhaus die Türen waren mit Jutevorhang zugehängt, verwahrloste Kinder mit löchrigen Zähnen. Dunkle Gottheiten die vor einen hellen Hintergrund tanzen - Schattenspiele - . Aber die Madre ist barmherzig und lässt den Sturm vorüber ziehen. Die Zeremonie ist bald zu Ende, die Kerzen spenden wieder ihr wohlig warmes Licht und ich weiß, “ in einer Zeremonie stirbt niemand “ .                                                                                              

                                                                                                                                                                              7. Juli - 25. Juli . 2011

 

Peru-Reise 2010

Meine erste Begegnung mit la Madre

2000 : Als ich in einer schamanischen Reise einen Berg sehe, einen Weg der in Serpentinen nach oben führt und am Ende er mit vielen Steinmauern begrenzt ist, in der Mitte der Unterstadt ein Baum, wurde mir nahegelegt mich mit Machu Picchu zu befassen. Ich kaufe mir ein Buch und sehe genau dieses Bild. Das war das Bild und der Ruf von la Madre über viele Jahre hinweg bis ich endlich im März 2010 in einer schamanischen Gruppe drei Wochen nach Peru flog. Ich wusste damals überhaupt nichts über Ayahuasca. Was ich sicher wusste ich muss dahin. Schon im Flieger, ( es war meine erste Reise ) begann mein Körper zu entgiften... und was mir auffiel ich wurde immer stiller und ich weinte unentwegt vor Glück, mein Herz ist offen ! Am Flughafen holt uns Dr. Himmelbauer ab, ich sehe einen großen Mann mit weißer Babywindel um den Kopf gebunden, er überragt alle er musste es sein. Nächster Tag die Bootsfahrt am Amazonas, ich weine bis nach Tamshiyacu . Nach einer Pause fahren wir in den Dschungel, ich werde getragen, weil ich gehbehindert bin, welch eine Ankunft in Otorongo, am Ort des Geschehen´s. Frühmorgens Oje... erstes Prozedere. Am Abend Besprechung im Tempel. Als ich hineingehe steigt leicht meine Gänsehaut, Sandboden schummriges Kerzenlicht, kühl. Ich sehe auf den Boden und der Sand bewegt sich unentwegt ich sehe viele Boas ( visuell) und um den Tempel an der Innenmauer liegt eine überdimensionale Anakonda gut einen Meter hoch, im Kreis an die Mauer geschmiegt. Ich kann kaum gehen meine Knie schlottern und ich setze mich. Als ich an der Reihe bin erkläre ich meine Absicht: Ich weiß nicht warum ich da bin und hab daher auch keine Erwartung, " ich bin da ". seit 10 Jahren höre ich den Ruf und ich bitte den großen Geist von Otorongo mir mittzuteilen warum ich hier bin. Dr. Himmelbauer sieht mich an und sagt : Sie werden mit dem größten Geschenk nach Hause fahren, weil sie keine Erwartung haben. 20.3. Frühmorgens erster Mapacho Trunk -Prozedere der mir den Boden unter den Füßen nimmt, ich frage mich inzwischen was man alles freiwillig auf sich nimmt. Mein Leben läuft vor mir auf einer Leinwand ab, getaucht in Emotionen. Ich kann es kaum glauben was ich aushalten kann. Don Luis kommt am Nachmittag er wird die erste Ayahuasca Zeremonie heute Abend abhalten. 19 Uhr im Tempel wir stehen im Kreis, er sieht jeden von uns in die Augen und schenkt ein.  Wir trinken gemeinsam und setzen sich. Sie kriecht augenblicklich in meine Gedärme bahnt sich ihren Weg, schleicht und kriecht an den Ort den die Madre erwählt. Ich spüre den Knoten der sich aufwickelt wie ein Wollknäuel größer wird und irgendwann zu explodieren gedenkt. Mir ist Übel und es schreit aus mir, ich kann die Gespräche die ich führe nicht stoppen, es geschieht einfach. Um Mitternacht ist die Zeremonie zu Ende aber nicht für mich, im Hof geht es weiter, der Schamane passt auf mich auf. Dr. Himmelbauer stiefelt auch herum und feuert mich immer wieder an. Irgendwie bringen mich die Frauen zu Bett, Dona Eugenia bleibt bei mir. Sie legt mich ins Bett und streicht mir Medizin ins Gesicht, sie betet. Ich schreie wieder los und die Stiefeln kommen auch schon wieder und feuern mich an. Es werden Kerzen vor mein Bett gestellt und das Gebet beruhigt und langsam kehrt Ruhe ein. Am Vormittag die Ausarbeitung der Nacht, mir ist noch immer schlecht. Dr. Himmelbauer sagt, das mein Prozess der tiefste und ehrlichste war, weil ich ein Mensch bin der nicht aufgibt und mein Leben wird sich daher grundlegend verändern. Ich setze mich in der Nacht an die Mauern des Tempels sie geben mir halt und meiner Aufforderung " Erinnere Dich " nachzugehen. In der kommenden Nacht werde ich um ca. 2 Uhr geweckt ein Klangspiel Töne und Gesänge die ich noch nie so hörte kamen von draußen zu mir, ich liege wie gelähmt, so unglaublich schön. Nächste Zeremonie mit Don Agustin dem Ranghöchsten Schamanen, er kommt mit seiner Frau Hexe Marlene und seinem Gefolge. Seine Zeremonie gleicht einem Circus, bunt und färbig, Gesänge und Tanz. Dann spüre ich es er kommt auf mich zu, er saugt an meiner Schläfe, er operiert mich, pafft mir Mapacho ins Gesicht und er steckt mir seine Pfeife in den Mund. Ein Paar Tage Pause. Don Ricardo wird die nächste Zeremonie abhalten. Er singt Icaros wundervolle Lieder, auch er operiert mich und singt für mich mein persönliches Icaro. Ich schwebe und hebe ab, ich sehe ober mir das Raumschiff schwebend durchdrungen vom Mondlicht. Meine Sehnsucht nach der vollkommenen Welt weitet sich aus, schon jetzt weiß ich es gibt kein zurück in meine Vergangenheit. Dona Isabell und die letzte Zeremonie sie ist sanft und wunderschön. Ich sehe mein inneres Kind, es lebt in einem Puppenhaus, ich bitte es um Verzeihung um den Schmerz in der Kindheit. Ich sehe zur Seite auf Himmelbauer auf seinem linken Knie sitzt der Wurzelsepp - Chullachaqui ich rieche die Erde, sein linker Fuß ist kürzer, das andere Bein lang, wenn ich die Augen schließe verändert er sein Aussehen. Meine Hände werden mit Agua Florida eingerieben ich rieche daran. Es erscheint eine strahlende Aura und darin die Mutter Gottes, sanft und schön, dann in der Aura Jesus. Dann erscheint ein uralter Holzbalken. Goldene Buchstaben brennen sich senkrecht in das Holz. GESUNDHEIT, die leuchtenden Buchstaben fliegen einzeln an das Holz . Die Frage warum ich hier bin? ein Geist mit blauen Samtärmeln und Spitzen besetzt gibt mir die Antwort. Erst Jahre später 2013 sollte ich erkennen was diese Antwort für mich bedeutet. Krönender Abschluss, wir fahren in den Zoo von Iquitos. Hier steht ein Schlangenmensch für Fotos. Wir stehen im Kreis, mir gegenüber Dr. Himmelbauer, ich sehe in seine Augen und ich glaube nicht was ich darin lese. Bitte nein... Schlange umhängen, ich lehne dankend ab, aber die Aufforderung kommt noch einmal ohne Worte. Ich werde es tun, ich habe den Kopf der Schlange in meiner Hand, ihr Körper über meinen Schultern, die Augen sehen in meine Augen, Stille kehrt ein, etwas wundervolles ist geschehen. Mit diesen außergewöhnlichen Erfahrungen kehre ich nach Hause zurück, aber was ich nicht wusste das ich im August desselbigen Jahres mit meinem Mann hierher zurückkehren würde. Der Dschungel, Otorongo und la Madre werden zu meiner zweiten Heimat.

                                                                                                                                                                   15. März - 4. April 2010

 

Zeit der Erinnerung  1

Meine zweite Reise mit meinem Gatten, von 11. August bis 12. September im Jahr 2010. Schon bei der Abreise im März wusste ich im meinem tiefsten Herzen das ich wiederkehren würde, ich wusste jedoch nicht wie schnell. Mein Mann wollte Dr. Himmelbauer kennenlernen Aufgrund meiner vielen Erzählungen. Zum damaligen Zeitpunkt war mein Mann schon krank jedoch hatten wir keine Diagnose. Wir buchten ein Gespräch im Mai in OÖ. wo wir ein ausführliches Gespräch hatten bezüglich Krankheit, wir wurden eingeladen so schnell wie möglich nach Otorongo zu kommen um ja keine Zeit zu verlieren. So flogen wir im August in den Dschungel Peru´s. Ein paar Tage später die erste Ayahuasca Zeremonie mit Dona Isabella, die meist am Abend um 19 Uhr stattfindet. Mein Mann trinkt aber ihn hört man kaum, aber er musste unentwegt " niesen " die Medizin wurde angepasst weil Dr. Himmelbauer nicht wusste wie er reagiert. Die Medizin bahnt sich bei mir ihren Weg tief nach unten. Wie schon die ersten Male, eine Schlange die sich mühsam durch das Unterholz schlingt und kämpft. Viele Fratzen erscheinen auf der Bildfläche, sie verhöhnen mich, so fühle ich es. In den Augenblicken wo ich heftig erbreche höre ich im Hintergrund immer wieder die Aufforderung " Erinnere dich ", an was frage ich immer wieder. Bei der Besprechung am nächsten Tag bekomme ich verschiedene Hexenaufgaben :-) Nachmittags gehen wir zum Medizinbaum und dann zur Lichtung wo der Herr des Waldes wohnt mit Namen Chullachaqui . Wir stellen uns vor und erbitten sein Wohlgefallen. Beim Mutterbaum äußern wir keine Bitte, ich lege meine Stirn an dem Baum und ich fühle mich weit weggetragen in andere Dimensionen, aber durch das donnern und angehenden Gewitter müssen wir gehen. Heute kommt Don Luis, seine Medizin ist die schwarze Jaguar Ayahuasca, sie zerfleischt dich mit ihren Krallen und lässt dich nicht los. Nur wer sie kennt weiß wovon ich spreche. Was muss mein Mann fühlen ? frage ich mich, wenn er mich so schreien hört. Die Schwarze bahnt sich ihren Weg durch die Gedärme, wo will sie hin? die Übelkeit, das Zittern, die hässlichen Fratzen was wollen sie von mir ? ich erbreche und es schreit aus mir das ich mich selbst nicht mehr erkenne. Ich sehe Geweihe in jeder Form immerzu egal was ich mache, meine Füße scharren im Sand . Die Zeremonie ist zu Ende, aber vor dem Tempel überfällt es mich wieder, mein Prozess ist nicht zu Ende. So wird mir ein Sessel unter den Po geschoben, ich kriege nichts mit. Iris eine Teilnehmerin spricht mir lieb zu, Roswitha schreit mich an, sie sagt " du brauchst das, denn du zerfließt in Selbstmitleid " ich könnte explodieren durch diese Worte sie hat keine Ahnung von meinem Leben. Meine schreie hallen durch Otorongo um 23 Uhr nachts. Es wird kaltes Wasser aus dem Bach über mich geschüttet um die Energie zu unterbrechen, aber es macht mich noch zorniger. Mein Mann hat wohl den Schauplatz verlassen, der arme, was mag er wohl denken ? Dona Eugenia bringt mich zu Bett, sie zündet eine Kerze an und massiert mich mit Creme. Nächster Tag Besprechung. Dr. Himmelbauer fragt ob jemand in meiner Familie Jäger ist ? Ja mein Vater war Jäger, er ist ja bereits verstorben. Haben sie Geweihe im Haus oder andere Utensilien vom Vater ? Ja! sofort weg damit, das ist der Fluch der Tiere. Der Fluch ging vom Vater nach seinem Tod auf mich über, alles wegschaffen, ja aber warum ? Der Vater findet keine Ruhe er ist ein getriebener. Ich solle die Tiere um Verzeihung bitten, ich bin diejenige die dies kann. Tage darauf kommt Don Luis ein zweites Mal mit Himmels - Ayahuasca um den angefangenen Prozess zu beenden, ich bin im Universum und die Sterne blinken nur für mich. Wir besprechen das ich sechs Tage Diät mache, den Windbaum - für gute Gedanken. Dazu gehe ich in die Diäthütte die ca. 200 Meter entfernt steht. Dazu muss man durch den Dschungel gehen das für mich aber kein Problem darstellt, ich liebe den Dschungel. Es wird alles eingerichtet so das ich 6 Tage wohnen kann, wohlgemerkt alleine, ohne sozialen Kontakt. Das Essen wird mir zweimal am Tag gebracht um 10 und 16 Uhr Fisch vom Rost ohne Salz. Die Diät ist ohne Salz und Zucker, nur Reis, Kochbanane, Kartoffel, gekochtes Wasser, Rohkost. Mein Mann darf mich besuchen und Dr. Himmelbauer kommt jeden Tag zum Gespräch. Somit wird auch mein Mann behandelt von Dona Eugenia die sich alle liebevoll um ihn kümmern, mit Massagen, Kräuterdampf und Nervenmedizin Shiric Sanango sie heilt kalte Nerven. Jeden Abend wird für mich ein Lagerfeuer errichtet das zur Reinigung der Frau gehört. Ich lese viel und tagsüber hänge ich in der Hängematte herum. Ich schreibe an 500 negativen Eigenschaften den dies ist die Eintrittskarte in den Schamanismus. Es regnet und die Kröten quaken um die Wette, ein wunderschöner Regenbogen spannt sich vor mir über die Lichtung, welch ein Glücksmoment der nur für mich bestimmt ist. Am Abend wieder Feuer, ich soll es selbst entzünden, aber es will nicht so recht 1x noch denk ich, aber dann brennt es doch. Irgendwie ist die Stimmung vor dem Haus sehr eigenartig, etwas liegt in der Luft das ich nicht deuten kann. Ich begehe mein Ritual, der Tanz mit dem Feuer, gehe anschließend lesen. Um 19.45 mache ich das Licht klein den ich habe heute beschlossen die Öllampe brennen zu lassen, warum weiß ich nicht ? da sehe ich draußen auf der Lichtung eine Taschenlampe, soll da der Wächter schauen ob alles in Ordnung ist ? beruhige dich sagt eine Stimme geh schlafen. Des Nachts sind die Tiere ganz nah, ich will nicht wissen welche hihi... es raschelt im Gebälk. Nächsten Tag beim Gespräch sagt Dr. Himmelbauer es könnte der Chullachaqui gewesen sein, er hat nach mir gesehen. Mein Mann soll sich überlegen ob er mehrere Monate bleiben will, es wäre angebracht, er hat eine massive Nervenerkrankung. Ich träumte nach einer Zeremonie: ich sehe zwei frischgedeckte Särge, ich stehe davor. Einer davon war mit dem heutigen Wissen mein Mutter die 2011 verstarb. Mein Mann erhielt nach unserem Aufenthalt im Jänner 2011 die Diagnose ALS, zugleich sein Todesurteil, welch eine Tragödie wir waren 43 Jahre ein Paar. 2013 verlässt mein Mann diese Welt nach 4 Jahren intensiver Pflege die meine Töchter und ich ihm gemeinsam schenkten. Heute weiß ich warum ich nach Peru kam nach Otorongo zu Dr. Himmelbauer, die Madre - die Königin des Dschungel´s hat mich gerufen um mich vorzubereiten auf das Kommende.

Danke Wolfgang.                                                                                                                                  11. August - 12. September 2010